ÖBB Geschäftsbericht 2023

93 Konzern- lagebericht Gleichstellungs- / Diversity-Management im ÖBB-Konzern Im ÖBB-Konzern arbeitet ein institutionalisiertes System von regionalen Gleichbehandlungsbeauftragten. Es ist mit der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes betraut, ist Anlaufstelle und sorgt für die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter:innen. GRI 2-26 2023 wurde der Anwendungsbereich der ÖBB Gleichbehandlungspolicy, die seit 2011 im ÖBB-Konzern Inland gilt, auch auf die ÖBB Auslandsgesellschaften mit mehr als 100 Mitarbeiter:innen erweitert. Seit 2022 werden alle ÖBB Lehrlinge im ersten Lehrjahr in Gleichbehandlung sensibilisiert und mit dem internen System zur Sicherstellung der Gleichbehandlung im ÖBB-Konzern vertraut gemacht. Zudem finden seit 2023 für die ÖBB Lehrlinge Workshops mit externen Expertensystemen wie „StoP” und „White Ribbon” statt. Die Zusammenarbeit mit den Jugendvertrauenspersonen wurde intensiviert. 2023 wurde zudem eine Qualifizierungs- bzw. Bildungsoffensive für Führungskräfte und Team- koordinator:innen gestartet mit den Schwerpunkten in der Kompetenzentwicklung: „Gleichbehandlung – Rechte und Pflichten für Führungskräfte und Teamkoordinator:innen“, „Diversity & Inclusive Leadership“ sowie „sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“. Unternehmen, die Vielfalt fördern, sind interessante Arbeitgeber. Unternehmen, die Vielfalt fördern, bringen vielfältige Kompetenzen in ihre Teams, von denen auch die Kund:innen, in dem Fall die Reisenden, profitieren. Um diese Ziele sowohl innerhalb des Konzerns als auch auf dem Markt zu erreichen, haben wir 2023 eine eigene ÖBB Diversity-Strategie verabschiedet, die für den Gesamtkonzern gilt. Für die konsequente Arbeit an der Vielfalt wurde der ÖBB-Konzern mehrfach ausgezeichnet: 2017 mit dem „Meritus Award”, 2019 mit dem „Divörsity Award”, 2020 mit dem Gütesiegel „equalitA”, 2021 mit dem „SHEconomy Minerva Award” für das Cross-Mentoring-Programm, 2022 mit der Auszeichnung „Diversity Leader“ ” (Financial Times). 2023 verbesserte sich der ÖBB-Konzern im europaweiten Benchmark als Diversity- Leader vom Platz 447 auf Platz 116 und belegte in Österreich hinter Dynatrace Austria GmbH und der Erste Bank Group Platz drei. Erhöhung der Vielfalt Es ist ein strategisches Diversity-Ziel, den Frauenanteil im Gesamtkonzern zu erhöhen. Um dieses Ziel konsequent und nachhaltig voranzutreiben, wurde der Frauen-Karriere-Index (FKi) erhoben. Im Anschluss an die Tiefenexploration wurde mit Interviews ein Maßnahmenkatalog für die Teilgesellschaften erstellt. Im nächsten Schritt wurde die Vorbereitung zur Umsetzung und zum Monitoring vorangetrieben. 2023 erfolgte eine neuerliche Indexierung. Der ÖBB-Konzern Inland konnte sich in allen Indexbereichen verbessern und liegt mit dem Gesamtindex von 80 Punkten im Benchmark mit anderen FKi-indexierten Unternehmen weit über dem Durchschnitt. Darüber hinaus tragen eine Vielzahl an Programmen zum Empowerment bei: Dazu zählen diverse Kooperations- und Ausbildungsprogramme (u. a. mit AMS, ÖIF und verschiedenen NPOs) oder Qualifizierungsangebote (z. B. Online-Training: „Stärke deinen Auftritt! Auftreten und Verhandlungssicherheit im MAG”). Auch bestehende Programme zur Laufbahnentwicklung in digitalisierter Form, aber auch das Coaching für Frauen, das branchenübergreifende Cross- Mentoring-Programm und die ÖBB Netzwerkveranstaltungen dienen dieser Aufgabe. Weitere Leuchtturmprojekte: „SHE goes DIGITAL”, Kooperation mit dem Österreichischen Integrationsfonds (Projekt: „Kompass – 100 Frauen, 100 Chancen“) und Kampagne „Du bist unser Potenzial“ SHE goes DIGITAL: Auch die ÖBB tragen ihren Teil dazu bei, dass digitale Berufe für Mädchen und Frauen attraktiver werden. Berührungsängste werden abgebaut und es wird gezeigt, dass die Digitalisierung bereits in all unseren Berufsfeldern (einerlei ob in operativen Bereichen oder im Verwaltungsbereich) angekommen und allgegenwärtig ist. Mit dem Projekt „SHE goes DIGITAL” wurden im Jahr 2022 Mädchen, Wiedereinsteigerinnen und Frauen 50+ dazu eingeladen, die Chancen der Digitalisierung zu entdecken. Sie erkundeten die Unternehmenswelt der ÖBB und erhielten einen praxisnahen Einblick in das umfangreiche Themengebiet der Digitalisierung. Das Projekt wurde von Doris Schmidauer, Marlies Lenglachner und Dorothee Ritz initiiert. Viele Unternehmen – wie z. B. A1, ASFINAG, Coca Cola, BRZ nehmen an dieser Initiative teil. 2023 wurden die Vorbereitungen für den Event „SHE goes DIGITAL 2024” gesetzt. Kooperation mit ÖIF: Um die vielfältigen Karrierewege und Jobmöglichkeiten auch Zuwanderinnen näher zu bringen, kooperieren die ÖBB auch mit dem Österreichischen Integrationsfonds im Rahmen des Projekts „Kompass – Karrierewege für Zuwanderinnen”. Im Zuge des Projekts wurden relevante Einblicke zu den vielfältigen Jobmöglichkeiten im ÖBB- Konzern gegeben und Informationen geteilt. Die gute Zusammenarbeit wurde 2023 fortgesetzt. LB48 |

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