Nachhaltigkeitsbericht 2021

ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 106 Women in Rail Nach drei Jahren intensiver Vorbereitungszeit konnte 2021 schließlich die Women-in- Rail-Vereinbarung unterzeichnet werden. Dieses bindende Abkommen wurde von 80 Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen und den europäischen Gewerk- schaften unterzeichnet und soll gezielt zur Förderung von Frauen im Eisenbahn- sektor beitragen. Die 80 Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen haben neun Vertreter:innen nominiert, die in der Verhandlungsdelegation Platz nehmen durften. Unter anderem waren hier DB, SNCF, FSI, PKP sowie die ÖBB vertreten. Claudia Kürzl (ÖBB-Holding) war auch Sprecherin der Drafting Group für die Arbeitgeber:innenseite. Neben der Datenaufbereitung (die letzten beiden Women-in-Rail-Reports wurden von der ÖBB-Holding AG / Gleichstellungs- / Diversity-Management federführend erstellt) hat die ÖBB auch den symbolischen Startschuss für den Verhandlungsstart am 28.Ok- tober 2019 gesetzt. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Vielfalt & Chancengleichheit. Bahnindustrie-Award 2021 Die 2020 erfolgreich gestartete Initiative „Agenda Bahnindustrie Frauen“ – das erste österreichweite Netzwerk für Fachexpertinnen in der Bahn- und Mobilitätsbranche, hat 2021 zum ersten Mal den „Bahnindustrie Award“ für innovative Projekte vergeben. Die ÖBB konnten dabei unter einer Vielzahl an Einreichungen gleich drei Mal überzeugen. In der Kategorie „Einzelpreis“ erreichten zwei Projektteams den heiß be- gehrten ersten Platz: das Team um Vera-Valerie Capek-Krautgartner von der Rail Cargo Group mit dem Projekt „Digitale Automatische Kupplung“ sowie das Projekt „Green- light“ angeführt von Michaela Haberler-Weber von der ÖBB-Infrastruktur AG. In der Kategorie „Teams“ schaffte das Projektteam der ÖBB-Technischen Services GmbH rund um Mirela Milovic den ausgezeichneten zweiten Platz. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Vielfalt & Chancengleichheit. Förderung des interkulturellen Dialogs (Community-Building) Die Auseinandersetzungen unter den Fahrgästen und mit dem Personal der ÖBB waren die Motivation das Pilotprojekt „Sicher & Respektvoll – Gemeinsam unterwegs“ zu starten. Mit diesem Programm wurde versucht, verschiedene Communities zu kontak- tieren, und das Ziel verfolgt, Gatekeeper-Persönlichkeiten in den einzelnen Com- munities in persönlichen und inhaltlichen Austausch mit den Mitarbeiter:innen und Verantwortlichen der ÖBB VOR-Region zu bringen. Stationen und Vereine, die besucht wurden: Flüchtlingsunterkunft (Wr. Neustadt), Arbeiter:innen- und Jugendkulturzentrum AJUK (Wr. Neustadt), Niger-Delta-Initiative Austria (Wien), Verein Džemat (St. Pölten), Beratungsstelle FAIR der Volkshilfe Wien (St. Pölten), Dachverband für serbische Vereine (Wien), Afghanischer Kulturverein AKIS (Wien), Arabische Community (Wien). Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Vielfalt & Chancengleichheit. Sexuelle Orientierung Im Rahmen des Pride-Monats finden bei den ÖBB jährlich verschiedene Aktio- nen und Veranstaltungen statt. 2021 haben die ÖBB dabei unter anderem wie- der an der Regenbogenparade teilgenommen und erstmals am Wiener Hauptbahn- hof zu einem „Nachbarschaftsaustausch“ geladen. Gemeinsam mit Vertreter:innen von der Ersten Bank, L’Oreal, Wiener Städtischen und der BAWAG standen Netzwerken, Kennenlernen und geeignete Initiativen für Unternehmen im Mittelpunkt des Treffens. Doch nicht nur im Juni, auch über das ganze Jahr hinweg ist die ÖBB aktiv. Dazu zählen das QBB – Regenbogennetzwerk „Brich“ –, unternehmensübergreifender Austausch, Kooperation und Teilnahme am Diversity-Ball sowie die Einführung neuer Genderguidelines, um alle Menschen, die bei den ÖBB arbeiten oder mit ihnen reisen, miteinzubeziehen. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Vielfalt & Chancengleichheit. Nachhaltigkeitsbausteine

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