Nachhaltigkeitsbericht 2021

67 > men auch zahlreiche Fachleute in Bereichen wie Controlling, strate- gischer Einkauf und Immobilien, Bau- und Elektrotechnik oder Mechatronik ein. IT-Expertise und Kompetenzen in Sachen Nach- haltigkeit – Stichwort „Green Jobs“ – sind im Unternehmen ebenfalls sehr gefragt. Frauen im Fokus. Ein Fokus liegt seit Jahren auf der gezielten Förderung von Frauen. So wurde 2021 mit der Kampagne „Jobof- fenSIEve“ ein spezielles Augen- merk auf Frauen in der Technik gelegt. Unter dem Motto „DIE Technik ist weiblich“ wurden alte Rollenbilder auf- gebrochen, um den Frauenanteil bei Be- werbungen zu steigern. Und bei jedem Inserat des ÖBB-Konzerns wird darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Frauen besonders willkommen sind. Frauen werden bei den ÖBB aber auch mit spezifi- schen Coaching- und Mentoring- programmen gefördert. In der ÖBB akademie werden sie durch spezielle Angebote etwa im Bereich Führung oder Teamkoordination beim Erreichen von Führungspositionen aktiv unterstützt. Spezielle Zusatzangebote gibt es auch für die Teilnehmerinnen des Traineeprogramms. Diverse Gender- und Diversity-Schulungen im Konzern sensi- bilisieren das gesamte Team. Mittels des Frauen-Karriere-Index (FKi) wird dann evaluiert, wie es um die Veränderungs- bereitschaft und die Frauenkarrieren tatsächlich bestellt ist und was noch optimiert werden kann. Neue HR-Struktur. Allein 2021 wurden mehr als 3.100 Stellen im Inland besetzt. Insgesamt bewarben sich 2021 sogar 40.000 Interessierte bei Österreichs Mo- bilitätsdienstleister Nummer 1. Um den Wandel gezielt zu begleiten, brauchen die ÖBB eine moderne und noch leis- tungsstärkere HR-Organisation. Im März 2021 startete deshalb das Transforma- tionsprogramm HR 2025. Vier zentrale Dimensionen wurden definiert: Organi- sation und Prozesse, attraktiver Arbeit- geber und Diversity, Arbeitsfähigkeit und Nachhaltigkeit, Sourcing, Recruiting und Top-Arbeitgeber Im trend Arbeitgeber:innen­ ranking belegen die ÖBB Platz 57 von mehr als 1.000 Unterneh- men, im Wiener Ranking sogar Platz 1. Die ÖBB führen das Gütesiegel „Top Arbeitgeber 2021“ und haben auf der Plattform kununu eine Weiterempfehlungsrate von 77 Prozent. Der ÖBB-Konzern gehört offiziell zu den Leading Employers 2021 – das sind die Top 1 Prozent aller Arbeitgeber:innen in Österreich. 3.764 neue Mitarbeiter:innen* wurden im Jahr 2021 aufgenommen. 2020: 3.503. GRI 401-1 3.792 Mitarbeiter:innen* haben den ÖBB-Konzern im Jahr 2021 verlassen. 2020: 4.137. GRI 102-8 8,7 Prozent betrug die Fluktuationsrate im ÖBB Konzern 2021. 2020: 9,5% Arbeitgeber ÖBB Verantwortung gegenüber den Mitarbeiter:innen ist bei den ÖBB ein zentraler Grundsatz. Mitarbeiter:innengespräch (MAG). Rund 32 Prozent der Mitarbeiter:innen im Inland hatten 2021 die Möglichkeit eines MAGs, rund 75 Prozent davon haben dieses Angebot angenommen. Der Prozentsatz der durchgeführten MAGs für In- und Ausland betrug 2021 rund 22 Prozent. GRI 404-3 Im ÖBB Konzern Inland waren in 2021 32.816 (Vj: 33.213) Männer und 3.954 (Vj: 3.689) Frauen vollzeitbeschäftigt, sowie 1.452 (Vj: 1.448) Männer und 1.034 (Vj: 983) Frauen teilzeitbeschäftigt. Im ÖBB Konzern bestehen im In- und im Ausland betriebliche Interessensvertretungen der Arbeitnehmer:innen nach den nationa- len Gesetzen, wenn dazu eine Initiative der Beschäftigten gesetzt wurde. Darüber hinaus wurde mit der Vereinbarung (2011) zwischen der ÖBB-Holding und dem Konzernbetriebsrat zur Installierung eines europäischen Betriebs­ rats nach der EU Richtlinie 2009/38/EG eine transnationale Koordinierung und eine Struktur für Information und Konsultation geschaffen. Im November 2021 konnte eine Vereinbarung zwischen dem ÖBB-Konzern und dem europäischen Betriebsrat zur Tele­ arbeit unterzeichnet werden. alte Rollenbilder aufgebrochen, um den Frauenanteil bei Bewerbungen zu steigern

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