Nachhaltigkeitsbericht 2021

81 Wasserstoffzug: Pionierprojekt „H 2 Aspangbahn“ im Jahr 2021 abgeschlossen ALTERNATIVE ANTRIEBE – SCHIENE. Im Zuge des Pionierprojektes „H 2 -Aspangbahn“ haben die ÖBB erstmals einen Wasserstofftriebzug des Typs „Coradia iLint“ des Herstellers Alstom auf einem dafür prädestinierten, nicht elektrifizierten, gebirgigen Streckennetz im südlichen Niederösterreich auf der inneren und äußeren Aspang- bahn sowie auf der Strecke zwischen Wiener Neustadt und Puchberg am Schnee- berg beziehungsweise Gutenstein getestet. Der Probebetrieb erfolgte im regulären Personenverkehr von 12. September bis 26. November 2020. Erklärtes Ziel des Projektes war es, mit dem Wasserstofftriebzug Erfahrungen in technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Sicht zu sammeln . Im Berichtsjahr 2021 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen für den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen bei den ÖBB: Der Testbetrieb hat die grund- sätzlich hohe Zuverlässigkeit und Gleichwertigkeit mit Dieselfahrzeugen bestätigt. Sollte eine entsprechende Entscheidung pro Wasserstoff fallen, dann ist zu gewähr- leisten, dass ausreichend grüner Wasserstoff erzeugt und verwendet werden kann. Basierend auf den Ergebnissen dieses Projektes erfolgte eine vertiefende Analyse für den optimalen Einsatz alternativer Antriebstechnologien auf bestimmten Strecken. Zusätzlich beobachten die ÖBB weiterhin die Technologieentwicklungen zum Thema „Wasserstoff“ – vor allem auch im Schienenverkehr. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Innovation & Technologie. Ökologisierung der Hochleistungs- Instandhaltungsfahrzeuge (Infra-REQ) ALTERNATIVE ANTRIEBE – SCHIENE. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Ausschreibung zur Beschaffung von 56 Hochleistungs-Instandhaltungsfahrzeugen abgeschlossen. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt in den Jahren 2023 bis 2027. Damit können 88 veraltete Dieselfahrzeuge ersetzt werden. Durch die Ausstattung dieser Fahr- zeuge mit einem Hybridanteil wird künftig eine wesentliche Reduktion des Treibstoff- verbrauchs für die Instandhaltungsfahrzeuge erreicht. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Österreichische Postbus AG: Einsatz von Elektro- und Wasserstoffbussen ALTERNATIVE ANTRIEBE – STRASSE. Die Österreichische Postbus AG befördert 2021 mit 2.419 Bussen 120 Millionen Fahrgäste – das alleine macht den Bus zum wich- tigen Baustein für die Erreichung der Klimaziele und leistet einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität. Jeder Umstieg vom privaten Pkw auf den öffent­ lichen Verkehr – und damit auch auf den Bus – ist ein Erfolg. E-Busse: Postbus setzt seit Jänner 2020 als erstes Busunternehmen E-Busse im regionalen Linienverkehr ein (vier Busse in Vorarlberg), Kleinbusse werden im Stadtverkehr in Judenberg und Wolfsberg eingesetzt. Die Vorbereitungen auf den Einsatz von elf E-Bussen im VOR-Linienverkehr am Schweinbarther Kreuz laufen auf Hochtouren. Betriebsstart ist im Dezember 2022. Darüber hinaus finden laufend Testbetriebe mit E-Bussen statt, beispielsweise in Linz und Kitzbühel. Wasserstoffbusse: Der österreichweit erste Einsatz eines Wasserstoffbusses wurde im Oktober 2018 auf der Strecke der Vienna Airport Lines und im August 2019 in Graz und Klagenfurt getestet. Ein weiterer Probelauf erfolgte im Mai 2021 in Villach; alle Tests liefen erfolgreich. Die Österreichische Postbus AG hat Mitte N ovember 2021 auf Basis eines Vertrages mit der Verkehrsverbund Kärnten GmbH die ersten fünf Wasserstoffbusse bestellt. Der Betriebsstart ist mit Fahrplanwechsel Dezember 2022 geplant. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Innovation & Technologie.

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