Nachhaltigkeitsbericht 2021
ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 82 Ökologisierung des innerbetrieblichen Fuhrparks ALTERNATIVE ANTRIEBE – STRASSE. Die ÖBB nutzen zum 31. Dezember 2021 eine Flotte von 3.964 Kraftfahrzeugen. Durch Bündelung der Agenden des Fuhrparkmanage- ments in der Rail Equipment GmbH & Co KG (Tochtergesellschaft der ÖBB-Infrastruktur AG) wird ein effizienter Einsatz der Ressourcen garantiert. So konnte in den vergange- nen Jahren durch Berücksichtigung ökologischer Qualitätskriterien in der Beschaffung und eine laufende Erneuerung des Fuhrparks der CO 2 -Ausstoß kontinuierlich verringert werden. Mit Ende 2021 sind fast ausschließlich Fahrzeuge mit Euro-6-Motoren in Betrieb. Die E-Fahrzeugflotte umfasst 200 Elektroautos sowie 130 Elektrofahr- räder und wird laufend erweitert. Um diese positive Entwicklung weiter voranzutrei- ben, wird in der Beschaffung von Kraftfahrzeugen ein besonderes Augenmerk auf Öko- logisierung des Fuhrparks gelegt. Es wurden Kriterien für Emissionen (sowohl CO 2 als auch NO X ) und Treibstoffverbrauch vorgegeben und bewertet. Damit wird sichergestellt, dass der Kfz-Fuhrpark des ÖBB-Konzerns auch zukünftig ökologisch ausgerich- tet und mit modernster Motorentechnologie ausgestattet ist. Nach Möglichkeit werden vorzugsweise Elektro- oder Hybridfahrzeuge beschafft. Ausblick 2022: Um eine weitere Senkung des CO 2 -Ausstoßes zu erzielen, ist bis Ende 2022 eine Vergrößerung der Elektrofahrzeugflotte auf bis zu 240 Fahrzeuge (Gesamt- konzern) geplant. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Initiativen der ÖBB-Infrastruktur zur Erhöhung der Eigenproduktion ERNEUERBARE ENERGIE. Im Bereich Wasserkraft befinden sich Ende 2021 zwei Erwei- terungsprojekte und ein Revitalisierungsprojekt in Umsetzung. Die geplanten Anlagen steigern die Produktion um circa 45 GWh pro Jahr. Das Fotovoltaik-Ausbaupro- gramm wurde 2021 mit der Errichtung von 17 weiteren 50-Hz-Fotovoltaikan lagen mit einer Leistung von 2.500 kWp fortgesetzt. Bis 2030 soll eine Ausbauleis- tung von 100 MWp auf Gebäuden, Bahnsteigen und Freiflächen erreicht werden. Neben dem Ausbau der Solarkraft engagieren sich die ÖBB auch im Bereich der Windkraft. Mitte 2022 soll die weltweit erste 16,7-Hz-Prototyp-Windkraftanlage mit etwa 3 MW und einer Produktion von 6,75 GWh in Betrieb gehen und diese in die Oberleitung der Ostbahn (Wien – Budapest) einspeisen. In den Folgejahren ist auf Basis der Betriebs erfahrungen mit der Prototyp-Windkraftanlage ein Windkraft-Roll-out denkbar. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. RCG – International: 100 Prozent grüner Bahnstrom in Tschechien und Deutschland ERNEUERBARE ENERGIE. Was bereits 2018 in Österreich und Anfang 2021 in Deutschland umgesetzt wurde, gilt nun seit Ende 2021 auch für Tschechien: Alle TransFER-Verbindungen von, nach und durch Tschechien werden ausschließlich mit grünem Bahnstrom aus 100 Prozent erneuerbaren Ressourcen betrieben. In Deutschland und Tschechien wird der benötigte grüne Bahnstrom aus dem öffentli- chen Netz bezogen. Die Herkunft ist dabei mit Zertifikaten und Ursprungsnachweisen bestätigt. Die ÖBB investieren damit weiter in die saubere Herkunft des Bahnstroms und wollen in den kommenden Jahren noch weitere Länder dafür gewinnen. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Nachhaltigkeitsbausteine
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