Nachhaltigkeitsbericht 2021

ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 84 Alternative Energieträger für den Heizölausstieg der ÖBB bis 2030 Folgende alternative Energieträger sind in Abstimmung mit dem Geschäftsbereich Energie unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der zu erwartenden Anschluss-, Installations- und Betriebskosten anstelle der ölbefeuerten Heizungsanlagen vorgesehen: Nah- bzw. Fernwärme – bei Vorhandensein eines örtlichen Verteilungsnetzes Elektro / 50Hz – elektrisch betriebene Heizflächen (Auf- und / oder Unterputz-Installation) Wärmepumpen / 50Hz – Umgebungsluft als Energieträger (Luft-Wasser-Wärme­ pumpe) Pellets – Feststoffheizung unter Verwendung des Öltankraumes als Pelletspeicher Im Geschäftsjahr 2021 wurden weitere 16 ölbefeuerte Heizungsanlagen abgetragen. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Optimierungen Lüftungsanlagen Im Zuge der Betrachtung der Lüftungsanlagen in Aufnahmegebäuden und Verkehrs­ stationen wurden im Berichtsjahr 2021 elf Zentrallüftungsanlagen mit einer Gesamtluftmenge (Zuluft und Abluft) von ungefähr 80.000 m³/h adaptiert. Zusätzlich wurden fünf Torluftschleieranlagen mit einer Temperatursteuerung ausgestattet. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Ein Viertel weniger CO 2 -Emissionen durch Eco-Beton Gemeinsam mit der TU Graz entstand in der Nähe von Ebreichsdorf (Niederösterreich) eine besondere Wildquerungshilfe. Sie besteht zur Hälfte aus CO 2 -reduziertem, sogenanntem Eco-Beton und zur Hälfte aus Standard-Normalbeton. Jeder Betonier- abschnitt – Fundament, Decke, Wände – wurde nach dieser Aufteilung ausgeführt. „Dadurch war es uns möglich, die Betonsorten direkt miteinander zu vergleichen“, erklärt Joachim Juhart vom Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie der TU Graz. Der Betonexperte hat den Bau wissenschaftlich begleitet und machte sich dabei Vorarbeiten zunutze. Schon 2016 testete er verschiedene Rezepturen für Eco-Beton im Labor auf ihre Dauerhaftigkeit und Festigkeit. Hinter dem Projekt in Ebreichsdorf steht eine Forschungskooperation der ÖBB-Infrastruktur und der TU Graz. In der intensiven Zusammenarbeit hat die ÖBB-Infrastruktur finanzielle Mittel und vor allem das Know-how mehrerer Bereiche eingebracht und so den gemeinsa- men Erfolg möglich gemacht. Die Betonierarbeiten am Kleintierdurchlass begannen im März 2021 und wurden im Mai des gleichen Jahres abgeschlossen. In unmittel- barer Nähe zum Bauwerk wurden außerdem zwei Musterwände aufgestellt. Diese dienen den Forschenden der TU Graz, um Faktoren wie den Feuchtegehalt, Tempera- turentwicklung oder das Korrosionspotenzial über einen langen Zeitraum hinweg zu beobachten. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Artenvielfalt & Biodiversität. 1 Klimaschutz. Maßnahmen zum Bereich Gebäude und Betriebsanlagen Seite 17 1 Klimaschutz. Maßnahmen zum Bereich Scope-3-Emissionen Seite 18 Nachhaltigkeitsbausteine

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