Nachhaltigkeitsbericht 2021

ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 86 ÖBB Wohnprogramm Mit dem ÖBB Wohnprogramm wird neuen, aber auch bestehenden Mitarbeiter:innen zeitgemäßer und leistbarer Wohnraum angeboten. Das ÖBB Wohnprogramm (Sanierung von Bestandsobjekten) umfasst österreichweit rund 350 Wohn- objekte mit annähernd 4.000 Wohnungen. Diese befinden sich alle im Eigentum der ÖBB-Infrastruktur AG. Da die Objekte jedoch mitunter in die Jahre gekommen sind, ist es seit 2017 das Ziel, die Wohnhäuser samt bestehenden Grünflächen und Wohnungen nach zeitgemäßen Standards zu sanieren. Finanziert wird dies durch Verkäufe von entbehrlichen Gebäuden und Grundstücken. Im Jahr 2021 konnten so rund 220 Wohnungen renoviert werden, bis Jahresende 2022 kommen bundesweit zusätzliche 250  erneuerte Wohnungen hinzu. Besonderes Augenmerk wird bei der Sanierung auf Energieeffizienz gelegt , die durch Maßnahmen wie fassadenseitigen Vollwärmeschutz, Fenstertausch und wo möglich Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Fernwärmeanschluss erreicht wird. Damit erfüllt das ÖBB Wohnprogramm bei der Sanierung den „klima:aktiv Silber Standard“. Mit dem Titel „Zug um Zug zum Lebensraum – Partizipative, klimaresiliente Vitalisierung von Arbeitersiedlungen der ÖBB“ startet in St. Pölten darüber hinaus im Jahr 2022 gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds und der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) das erste Immobilien-Forschungsprojekt. Im Zentrum stehen nachhaltige und energieeffiziente Energieversorgungskonzepte, eine durchdachte (Landschafts-)Architektur mit multifunktionalem Nutzungskonzept, eine zeitgemäße Siedlungsstruktur mit klimafreundlichen Mobilitätslösungen und eine par- tizipative Quartiersentwicklung durch Einbindung unterschiedlicher Interessengruppen in Hinblick auf verschiedene Wohn- und Lebensbedürfnisse. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Kompensation der dienstlich notwen- digen Flugreisen. Für Dienstreisen ist gemäß ÖBB Regelungen grundsätzlich die Bahn zu nutzen. Da Flugreisen aber auch für die Mitarbeiter:innen der ÖBB nicht immer vermeidbar sind, werden entstandene THG-Emissionen dienstlich notwendiger Flugreisen kompensiert – und zwar jährlich jeweils im Folgejahr. Im Jahr 2021 sind ÖBB-weit rund 490 Tonnen an CO 2 eq-Emissionen durch Flugreisen aus 2020 im Nachhinein ausgeglichen worden. Die Flugkilometer dienstlich notwendiger Flugreisen aus dem Berichtsjahr 2021 konnten im Vergleich zu 2020 weiter reduziert werden. Leistungsfähige / effiziente Schieneninfrastruktur VERKEHRSVERLAGERUNGEN. Im Berichtszeitraum 2021 wurde neben anderen an folgenden Projekten gearbeitet: Brenner Basistunnel (T) Streckenausbau St. Margarethen – Lauterach (Vbg.) Revitalisierung Kraftwerk Spullersee (Vbg.) Linienverbesserung Golling (Sbg.) Erweiterung Kraftwerksgruppe Tauernmoos (Sbg.) Elektrifizierung Steindorf – Friedburg (Sbg. / OÖ) Viergleisiger Ausbau Linz Hauptbahnhof Westseite (OÖ) Attraktivierung der Mattigtalbahn (Bahnhöfe inkl. ESTW; OÖ) Errichtung Kraftwerk Obervellach II (Ktn.) Elektrifizierung Klagenfurt – Weizelsdorf (Ktn.) Neubaustrecke Koralmbahn (Stmk. / Ktn.) Semmering-Basistunnel (Stmk. / NÖ) Zweigleisiger Ausbau Pottendorfer Linie (NÖ) Zweigleisiger Ausbau Wien – Bratislava (W / NÖ) Errichtung Bildungscampus, Lehrlingsheim und Hst. St. Pölten (NÖ) Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Ressourcenmanagement, Abfall, Fläche / Boden, Wasser. Wirtschaftsmotor, wertschöpfende Investitionen & zukunftsfähige Finanzierung. Nachhaltigkeitsbausteine

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