Nachhaltigkeitsbericht 2021

89 Fahrrad@ÖBB ATTRAKTIVIERUNGEN PERSONENVERKEHR. Der Fahrradboom ist natürlich auch bei den ÖBB spürbar. Die Verkaufszahlen zeigen, dass besonders im Sommer 2021 viele Kund:innen das umfassende Fahrradangebot der ÖBB genutzt haben. Ein Effekt, der wohl auch coronabedingt zu sehen ist, da Österreich in der Pandemie einen wah- ren Fahrradboom erlebt hat. Bis zu 50 verschiedene Radwege können bequem und stressfrei mit der Bahn erreicht werden . Dafür stehen täglich insgesamt 85.000  Fahrradstellplätze in den Zügen des Nah- und Fernverkehrs zur Verfügung. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Leistbare und zugängliche Mobilität. Bike & Ride ATTRAKTIVIERUNGEN PERSONENVERKEHR. Die intelligente Verknüpfung von Verkehrs- trägern ist essentiell, um das Verkehrssystem nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Die Bahn nimmt hierbei eine Schlüsselrolle als umweltfreundliches und flächeneffizi- entes Verkehrsmittel ein und bildet somit das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität. Das Fahrrad wird zu einem immer wichtigeren Teil der Mobilitätskette und das Anbieten von Bike & Ride-Anlagen an Verkehrsstationen im Netz der ÖBB-Infra- struktur AG leistet einen wesentlichen Beitrag hinsichtlich nachhaltiger Mobilität. Der Neu- / Ausbau von Bike & Ride-Anlagen soll den Zugang zur Bahn erleichtern. Bei der Errichtung von neuen beziehungsweise zusätzlichen Bike & Ride-Stellplätzen sind Ko- operationen zwischen der ÖBB-Infrastruktur AG mit den involvierten Gemeinden und Ländern (siehe Richtlinie Park & Ride-Anlagen des BMK) anzustreben. Pro Jahr sollen laut aktuellem Rahmenplan 2022 bis 2027 im Schnitt etwa 1.500 Stellplätze hinzukommen oder bestehende Anlagen erneuert werden. Aktuell setzt die ÖBB-Infrastruktur AG sehr stark auf die Erhöhung der Qualität der Fahrradabstellplätze wie durch beispielsweise Überdachung und Doppelstock-Park- anlagen. Mit Ende 2021 gab es auf den Anlagen der ÖBB 48.881 Abstellplätze für Zweiräder (davon 3.318 Motorradparkplätze und 45.563 Fahrradparkplätze). Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Leistbare und zugängliche Mobilität. Stakeholder:innendialoge „Nachhaltiger Güterverkehr“ (ÖBB und WWF) ATTRAKTIVIERUNGEN GÜTERVERKEHR. ÖBB Rail Cargo Group und WWF sind im Berichtsjahr 2021 zum Thema „Nachhaltiger Güterverkehr“ gezielt mit der Wirtschaft in Dialog getreten – und zwar mit zwei Dialogformaten im Februar und November 2021. Rund 30 Prozent der heimischen CO 2 -Emissionen kommen aus dem Verkehr – Tendenz stark steigend. Im Güterverkehr zählt der Transit-Lkw zu den Hauptemit- tenten. Europa soll bis 2050 CO 2 -neutral sein – Österreich bereits 2040. Die Verla- gerung des Warentransports von der Straße auf die Schiene ist daher ganz entscheidend, um die Klimaneutralität in Österreich und Europa im Verkehr zu erreichen. Weitere Verkehrsverlagerungen auf die klimafreundliche Schiene sind auch Ziel der ÖBB Klimaschutzstrategie. Die Ergebnisse der Stakeholder:innendialoge mit der Wirtschaft auf einen Blick: Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene für den Klimaschutz entscheidend Kostenwahrheit zwischen Straße und Schiene notwendig Gefahr, dass Personalmangel die nachhaltige Transformation bremst Raumordnung muss überarbeitet werden Clemens Först, Vorstandssprecher der ÖBB Rail Cargo Group (RCG): „Nur gemeinsam können wir mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene bringen. Daher sind diese intensiven Dialoge mit der Wirtschaft und dem WWF für uns beson- ders wertvoll. Täglich arbeiten wir daran, den nachhaltigen Schienengüterverkehr effizienter, zuverlässiger und damit attraktiver zu gestalten.“ Die Teilnehmer:innen des Stakeholder:innendialogs waren sich einig, dass diese Form des intensiven Austau- sches für alle Seiten einen großen Mehrwert, neue Perspektiven und neue Ideen für eine bessere Zusammenarbeit bringt. Aus diesem Grund wird dieses Dialogformat fortgesetzt. Diese Maßnahme wirkt in den Bausteinen: Klimaschutz. Leistbare und zugängliche Mobilität.

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