railaxed - FRÜHLING 2025
m Einzugsgebiet der Südstrecke leben 3,5 Millionen Menschen. Viele davon eint ein Wunsch: Sie wollen Mobilität genießen und gleichzeitig in den Genuss von Gütern aus aller Welt kommen. Der Weg dorthin führt über den Ausbau der Bahnverbindung zwischen der nördlichen und der südlichen Staatsgrenze. Und über ein Vierteljahrhundert Arbeit und Einsatz für zehntausende Menschen. So werden von insgesamt 470 Bahnkilometern inkl. Nordbahn 200 Kilometer bestehende Bahnstrecke modernisiert und 170 Kilometer neu gebaut. Mit voller Überzeugung, denn: Wenn die Bahnverbindung gut ist, lässt man das Auto natürlich lieber in der Garage stehen. Und das schont nicht nur die Umwelt, sondern oftmals auch die Nerven. Wie auf einer Perlenkette … … reihen sich die Projekte aneinander: Die Südstrecke umfasst den Nordbahnausbau, die Modernisierung der Marchegger Ostbahn (Strecke Wien – Bratislava), die Pottendorfer Linie, die zur Hochleistungsstrecke wird, den Semmering-Basis- tunnel sowie 130 Kilometer Koralmbahn. Zu- sammen bilden sie die Voraussetzung für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr. Dieser wird künftig auf einer ausgebauten Hoch- leistungsstrecke deutlich schneller und effizienter passieren können: dank des Semmering- Basistunnels und der neuen Strecke der Koralmbahn, die das enge Murtal und den steilen Neumarkter Sattel umfährt. Umwelt entlasten Durch die Streckenbegradigung ist es mög- lich, Güterzüge schwerer zu beladen und mehrere Waggons anzuhängen. Trotzdem kommt man mit nur einem Triebfahrzeug aus. Die beachtlichen Vorteile: Die Straße wird entlastet, die Transportkosten werden wesentlich reduziert – und die Umwelt maßgeblich geschont. Um ein Beispiel zu nennen: Mit jeder Tonne Fracht, die von einem Zug anstatt eines LKWs befördert wird, wird um 30-mal weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen. Blick über den Tellerrand Unsere ÖBB-Infrastruktur AG arbeitet derzeit an mehr als 100 Projekten entlang des sogenannten Baltisch-Adriatischen Korridors, um den Norden mit dem Süden zu verbinden. Der Korridor umfasst 1.700 Kilometer und liegt zwischen der Ostsee und der Adria. Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union favorisiert und mitfinanziert – und bringt unter dem Motto: „Mehr Europa, weniger Grenzen“, einen großen Vorteil für Österreich: Die Aufnahme der Südstrecke in diese bedeutende transeuropäische Verbindung bietet eine optimale Anbindung an aufstrebende Wirtschaftsräume und die wichtigsten Seehäfen. Eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes ist in vollem Gange. Der Ausbau der Südstrecke wird deutlich bessere Verbindungen schaffen: zwischen Österreich und seinen Nachbarländern, zwischen vier Bundesländern und zwischen drei Landeshauptstädten. Vom Bahnfahren der Zukunft Text – Judith Bogner I Eine Visualisierung des Bahnhofs Pottendorf-Landegg. Die Überführung B16 bei Wampersdorf, die im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Pottendorfer Linie entstanden ist. 01 NORDBAHN 02 MARCHEGGER OSTBAHN 03 POTTENDORFER LINIE 04 SEMMERINGER BASISTUNNEL 05 KORALMBAHN Wegweisend Die Strecke in Zahlen 200 km ausgebaute, modernisierte Bahnstrecke > 5.000 Arbeiter:innen im Einsatz 250 km / h mögliche Streckenhöchst- geschwindigkeit neue Tunnel und Unterführungen 80 km neu errichtete Bahnhöfe, Stationen und Güterverkehrsanlagen 14.000.000 Tonnen Ausbruch- und Aushubmaterial 52 53 railaxed Frühling 2025 Foto: ÖBB/zeppcam/Blaupapier Fotos: ÖBB/ZKPT (links), ÖBB/Zenger (rechts) Südstrecke
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz