railaxed – HERBST 2026
– wollen wir einen Sprung in die Geschichte der Stadt machen. Eintauchen in die Historie Ein Besuch der Fischerbastei führt direkt zur Gründungsgeschichte Ungarns. Die sieben Türme sind den sieben Heerführern Álmos, Előd, Ond, Kond, Tas, Huba und Töhötöm, die das Karpatenbecken hier besiedelten, gewidmet. Von 1895 bis 1902 wurde die Fischerbastei nach dem Entwurf von Frigyes Schulek gebaut. Wer es frühmorgens hierher schafft, kann auf der 140 Meter langen Aussichtsplattform seinen Lieblingsplatz für den Sonnenaufgang finden und hat bis neun Uhr freien Zugang zu den Türmen. Museums- fans dürfen das „MNM – Hungarian National Museum“ im Stil eines griechischen Tempels nicht verpassen. „Das ‚MNM‘ führt von der Urgeschichte bis zur Neuzeit mit Millionen Ausstellungsstücken durch die reiche Ge- schichte Budapests. Besonders kostbar ist der Krönungsmantel des Heiligen Stephan I., dem Gründer des Königreichs Ungarn. Ein Must- see ist meiner Meinung nach auch die St.- Stephans-Basilika im Neorenaissance-Stil. Ihr Bau dauerte mehr als 50 Jahre, sie bietet 8.500 Menschen Platz. Hier ein Orgelkonzert zu hören, ist etwas ganz Besonderes“, schwärmt Sandra. Wo sie sich entspannt? „Auf der Margareteninsel (Margit-sziget) mit ihren Gärten, Wanderwegen, Sportmöglich- keiten und Kulturevents lande ich immer wieder gerne für eine Auszeit“, verrät Sandra. Was es mit der Zahl 96 auf sich hat 896 – das historische Gründungsjahr des ungarischen Staates – hat sich in Budapest des Öfteren festgeschrieben. Aufmerksame Besucher:innen begegnen der Zahl immer wieder: So sind Parlament und St.-Stephans- Basilika genau 96 Meter hoch. Ein Genie- streich, der den Charme der Stadt bewahrt: Kein Gebäude der Stadt, ausgenommen Industrieanlagen, darf höher sein. 1896 war das Jahr, in dem die erste elektrische U-Bahn auf dem europäischen Festland – die Linie M1 – eröffnet wurde. Heute ist die „Millenniums- SANDRA BALAZS Zur Person Die stellvertretende railaxed-Chefredakteurin mit Wurzeln in Budapest begeistert sich für Reisen, Popkultur, Konzerte und True Crime. Ihre Faszina- tion gilt der Streetart von Banksy und Invader ebenso wie geologischen Phänomenen wie (Super-) Vulkanen und Thermal- quellen. An Wochen- enden tauscht die Hunde- liebhaberin für neue Perspektiven Wien am liebsten gegen Budapest. U-Bahn“ zugleich ein architektonisches Juwel mit Originalholzvertäfelungen, Fliesen und historischen Zugängen sowie nach wie vor ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel. Außerdem ist sie als Teil des UNESCO-Welt- erbes „Andrássy út und Millenniumi Földalatti“ geschützt. Budapest und seine Thermen Den Ruhm der berühmtesten Thermen der Stadt teilen sich die Gellért-Bäder im Jugendstil und das im neobarocken Stil gehaltene Széchenyi-Heilbad. Erstere werden seit Oktober 2025 renoviert und voraussichtlich 2028 wiedereröffnet. Das Zweitere ist vor allem für seine dampfenden Außenbecken bekannt, wo Wellness im historischen Ambiente auch im Herbst und Winter Spaß macht. Innen erwarten 15 Becken, Saunen und Dampfbäder Erholung- suchende. Das Wasser der Heilquellen kommt aus einer Tiefe von über 1.200 Metern und ist reich an Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Sulfat. „Wenn man nach langen Sightseeingtouren entspannen will, ist hier genau der richtige Platz dafür“, so Sandra. (Stadt-)Liebe geht durch den Magen Was wird in Ungarn gegessen, wenn der Hunger kommt? „Pörkölt (außerhalb Ungarns bekannt als Gulasch), Lángos, Halászlé (Fischsuppe), Paprikás Csirke (Paprikahuhn), Nokedli (Nockerl), Somlói Galuska (Somlauer Nockerl) oder Kürtőskalács (Baumstriezel).“ Auf einen Drink lohnt es sich, in die Ruinenbar „Szimpla Kert“ zu gehen. „Hier gibt es über 400 Getränke, Livemusik oder Filme in ungewöhnlichem Ambiente.“ Noch eine letzte Empfehlung? „Für das perfekte Instagram-Motiv führt kein Weg an der U-Bahn-Station ‚Batthyány tér‘ vorbei. Besonders am Abend präsentiert sich hier einer der spektakulärsten Ausblicke auf das ungarische Parlament. Es ist auch der Place to be, will man an Bord eines der Ausflugsschiffe gehen.“ • In der Großen Markthalle lassen sich ungarische Aromen inmitten imposanter Archi- tektur inhalieren. In Geschichte baden kann man im Széchenyi-Heilbad – einem der größten Thermalbadkomplexe Europas. Zur St.-Stephans- Basilika gelangt man am besten mit der Metro M1. Im Restaurant „Twentysix Budapest“ werden Speisen mit mediterranem Schwerpunkt in tropischem Ambiente serviert. Budapest ist bequem mit den ÖBB erreichbar. Von Wien geht es im Stunden- takt in rund 2,5 Stunden in die ungarische Hauptstadt. Direktver- bindungen ab Linz und Salzburg verkehren alle zwei Stunden, ab Graz zweimal täglich. Infos: oebb.at Anreise Ein Budapest-Trip lässt sich mit einem Besuch am Balaton verbinden, der auch im Herbst eine Reise wert ist. 34 35 railaxed Herbst 2026 Fotos: Sandra Balazs (Porträtfoto), Twentysix Budapest (Foto links oben), Content Creation GmbH/Leander Höfler (Foto rechts) Fotos: Content Creation GmbH/Leander Höfler
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